Trainingslager Bergisch Gladbach: Ein Wochenende zur JLVK-Vorbereitung
Vom 4. bis 6. September trafen sich die Athletinnen und Athleten des Landeskaders zu einem gemeinsamen Trainingslager im Großraum Bergisch Gladbach. Untergebracht waren wir im Naturfreundehaus Hardt, dessen gemütliche Zimmer den passenden Rahmen für ein intensives und abwechslungsreiches Wochenende boten.
Auftakt mit Nacht-OL und Training für den JLVK
Am Freitagabend stand zunächst ein Nacht-OL auf dem Programm. Bei strömendem Regen führte uns die Strecke durch die umliegenden Wälder und verlangte allen Teilnehmenden trotz der widrigen Bedingungen volle Konzentration ab. Nach einem kurzen gemeinsamen Ausklang ging es anschließend ins Bett, damit wir für den nächsten Trainingstag gut erholt waren.

Am Samstag fuhren wir in die Nähe von Lohmar. Dort absolvierten die Athletinnen und Athleten zwei Einheiten, die gezielt auf den JLVK 2026 in Lübeck vorbereiten sollten.
Eine Postenhatz diente dazu, den Kontakt zu anderen Läuferinnen und Läufern zu trainieren. Gerade in einer stressigen Wettkampfsituation wie dem JLVK ist es eine wichtige Voraussetzung für einen gelungenen Lauf, sich von der Konkurrenz auf der Strecke nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. In einer Mitteldistanz konnten die Teilnehmenden ihre Fähigkeiten im Querlaufen und Orientieren in technisch anspruchsvollem Gelände weiter schärfen.

Nach einigen Kilometern im offenen Laubwald sowie in Abschnitten mit dichtem, schwer belaufbarem Unterbewuchs machten wir uns auf den Rückweg.
Die Trainingseinheiten wurden anschließend in Kleingruppen analysiert. Dabei besprachen wir sowohl Routenwahlen als auch Möglichkeiten zur Fehlervermeidung. Ziel war es, möglichst viele Erkenntnisse in das nächste Training und die kommenden Wettkämpfe mitzunehmen.
Sprintabschluss in Bensberg
Am Sonntag rundeten wir das Wochenende mit einem Sprinttraining in Bensberg ab. Auf gegabelten Strecken ging es noch einmal darum, bei hohem Lauftempo die eigene Route vorausschauend zu planen und sich nicht von anderen Läuferinnen und Läufern auf abweichenden Strecken aus dem Konzept bringen zu lassen.
Dank
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Ralf für die Beratung zu möglichen Trainingsgeländen und der Bereitstellung der benötigten Karten.
Stand der NRW-Rangliste 2026 nach dem zweiten LRL (Bad Lippspringe, 15.05.2026)
Stand der NRW-Rangliste 2026 nach dem ersten LRL (Willebadessen, 08.03.2026)
Kartenlehrgang 2025
Zum Abschluss des Jahres führte Volker Caspari am 30.12. einen Lehrgang zum Neuerstellen von Wald-OL-Karten aus erhältlichen Daten von OpenStreetMap und Geoportal NRW durch.
Mit dem Zeichenprogramm OCAD wurde zunächst schrittweise die Vorgehensweise für das Erstellen einer Grundkarte erklärt. Anschließend wurde diese dann zur OCAD App transferiert. Mit der App auf dem Handy oder auf dem Tablett ging es in den Wald, um die Grundkarte mit dem Gelände abzugleichen, Korrekturen vorzunehmen oder neue Objekte einzuzeichnen. Die Schwierigkeit dabei war zu entscheiden, welche Details man einzeichnen soll und was man zur besseren Lesbarkeit einer OL-Karte besser weglässt.


Nach der Mittagspause wurden die Aufzeichnungen der Teilnehmenden verglichen. Zum weiteren Vergleich wurden dann noch die aktuelle Zeichnung und eine alte Version aus den 90er Jahren angeguckt und die unterschiedlichen Darstellungen diskutiert. Zur Vertiefung wurde außerdem noch eine Urbane Karte generiert und grob bearbeitet.
Zum Abschluss haben wir alle unsere Eindrücke vom Tag zusammen gefasst und Ideen für neue Kartenprojekte besprochen. Im kommenden Jahr ist wieder ein Kartenlehrgang geplant, dann mit Fokus auf Sprint-Karten, Terminvergabe steht noch aus.
Kader-Jahresabschluss in Lübbecke

Vergangenes Wochenende kam der Landeskader für den Herbstlehrgang in Lübbecke zusammen. Bei bestem Novemberwetter (kalt, nass, nebelig, dunkel) stand zum Auftakt ein kurzer Nacht-OL an, anschließend ging es in die Pestalozzischule, unserer Unterkunft für das Wochenende. Duschen, Nachtlager aufbauen und anschließend Chilli sin Carne. Da das Abendessen sehr spät geworden ist (22.30 Uhr könnte ein Rekord gewesen sein), ging es nach einem etwas kürzeren Trallafitti auch schon ins Bett.
Samstag morgen sammelten die Athlet*innen an den steilen Hängen des Wiehengebirges im Rahmen eines Kalenderabreiß-OLs möglichst viele Posten. Am Ende der 90 Minuten erreichte Sönke die meisten Punkte. Zurück in der Unterkunft wurden Nudeln gekocht und sich mit Läufertee aufgewärmt. Nach der Mittagspause läuteten wir dann dann offiziell das Wintertraining ein: zum Aufwärmen gab es eine Post-Briefkasten-Staffel, bei der jede Staffel ihre Briefe (Zahlen) den richtigen Briefkästen, die in der Halle verteilt waren (Turnkästen) zuordnen mussten. Im Anschluss standen Kraft- und Stabilitätstraining sowie eine kleine Yoga-Einheit für die Beweglichkeit an. Nochmal eine kurze Pause, und dann wurden in den Herden über die vergangene Kadersaison und Ziele der einzelnen Athlet*innen gesprochen, sowie in großer Runde die Trainingsauswertung vom Vormittag durchgeführt.

Abends wurde Pizza bestellt. Bevor der Samstag mit Trallafitti zu Ende ging, standen aber noch einige Verabschiedungen bevor: die Damen 20 mit Lea, Louisa und Natalia feierten ihren letzten Lehrgang im Landeskader. Auch für unseren Cheftrainer Basti war es nach über 12 Jahren im Amt das letzte Wochenende. An dieser stelle noch einmal im Namen des gesamten Landeskaders vielen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz und unerschöpflichen Humor, mit dem du jeden Lehrgang und jeden JLVK bestritten hast! Die Aktiven haben für die vier ein Activity-Spiel vorbereitet und als Abschiedsgeschenk gab es Adiletten im Westfalen-Style.
Sonntag stand dann zum Abschluss das Landesranglisten-Finale im Kummerbrink auf dem Programm. Der Tus Lübbecke hatte eine Langdistanz vorbereitet, die über steile Hänge und klassischen Mittelgebirgswald führte. Der Wald war sehr ähnlich wie beim Kalenderabreiß-OL, sodass die Aktiven gut vorbereitet gestartet sind. Nach der Siegerehrung und einigen Abschiedsworten durch Natalie ging das Wochenende in lauten Kampfkreis und „Hauptsache: Rot-Weiß“ zu Ende Wochenende zu ende und damit auch die Saison 2025. Es war wieder ein kunterbuntes OL-Kader-Jahr und wir sind schon gespannt, was das nächste Jahr bringt.
Passend dazu noch ein Zitat unseres Alt-Cheftrainers: „Im Winter werden die Läufer gemacht!“.

Endstand der NRW-Ranglisten 2025
Den Endstand der NRW-Einzelrangliste 2025 nach dem LRL-Finale in Lübbecke findet ihr hier:
und hier die Vereinsrangliste NRW 2025:
40 Jahre D-Kader schweißt zusammen: Hauptsache rot-weiß!
Herzliche Umarmungen nach jahrelang herbeigesehnten Wiedersehen, wilde JLVK-Stories, Lachen über die Bilder der größten und kleinsten Momente der westfälischen OL-Geschichte – und natürlich durften „Westfalen“-Shouts und das gemeinsame Schlemmen der Familien-Pizzen nicht fehlen.
Am 6.9.2025 kamen rund 55 Ehemalige, Trainerinnen und Aktive in Haltern zusammen, um 40 Jahre D-Kader zu feiern.

Seit Anfang der 80er-Jahre wird der westfälische Orientierungslauf durch die intensive Jugendarbeit vorangebracht. Die anfangs hart erkämpften Mittel vom WTB für die Förderung der Orientierungslaufjugend haben die zwei bis manchmal gar vier jährlichen Trainingslagerwochenenden in den Turnhallen oder Polizeischulen vom Siegerland bis nach OWL finanziell ermöglicht, so berichtet im Live- Interview Uwe Dresel, der damals die Jugendgruppe in Westfalen gestartet hat. Aber gelebt hat der D-Kader schon immer von den Leuten, die ihn tragen – von den Aktiven bis zu den Trainerinnen.
So war es Felix Späth, der sich nach seinem internationalen Karriereende in den Kopf gesetzt hatte, dem westfälischen OL mit diesem Jubiläum „ein bisschen was zurückzugeben“. Mit einem bunten Programm aus Spielen und Anekdoten leitete er durch den Abend.
Während beim Bingo die meisten noch wen fanden, der noch einen alten Plattenkompass hat, wurde es schon schwieriger, wen auszumachen, der oder die bei fünf JLVKs dabei war. Da war es hilfreich, sich vorher schon einmal die Tabelle angeschaut zu haben, in der Felix eine Auswertung aller einzelnen JLVK-Teilnahmen, JLVK-Siege und auch der Teilnahmen an den Landesranglistenläufen gemacht hatte (wer mag hier noch einmal zum nachlesen: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1k_SLik-q6earaM5DBB5CZ-0EFcbnmjvMsv06uVatEu8/edit?usp=sharing ). Ein beeindruckender Aufwand für all die 286 Ehemaligen aus der ganzen D-Kader-Zeit!

Weitere Programmpunkte waren zum Beispiel ein Kahoot von dem Meister des OL-Kahoots Arvid Glowka, der alle Ehemaligen wieder auf den aktuellen OL-Wissensstand brachte;

ein Stein-Schere-Papier-Aktivierungsspiel von der aktuellen Landesjugendfachwartin Natalie Menn im packenden KO-System;
ein OL Staffel-Spiel, bei dem die Teilnehmer*innen vor ihrem Start erst einmal ihre WKZ Utensilien – Klappstuhl etc. – aufbauen mussten, bevor sie auf die Bahn durften und durch den Raum flitzen konnten;
und das gemeinsame Singen von einem Westfalenlied, das auf der Melodie „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens irgendwann einmal umgeschrieben wurde. Begleitet wurde das Stück von niemand anderem als Multitalent Sören Riechers, der auf der Ukulele den richtigen Takt angab.
Das OL-Highlight im Miniformat – Go4O – durfte auch nicht fehlen! Nachdem alle die Lust hatten, im Laufe des Abends immer schnellere Ergebnisse notieren konnten, wurden die zwei schnellsten Go4O Läufer*innen in drei Alterskategorien zum Finale auf die Bühne gerufen. Die „Zukunftskeime“ starteten und ermittelten ihren Sieger im Finale mit den SI-Chips zwischen den Zähnen. Die „PrimeTime“ ging mit ihren SI-Chips zwischen den Zehen auf Postenjagd und lieferte sich einen erbitterten Finalkampf um den letzten Posten. Die „Kader-Opas und -Omas“ absolvierten den dritten und letzten Lauf mit den Chips um die Hüfte gebunden.
Etwas anderen Hüftschwung gab es dann bei den Party-Evergreens am späteren Abend: Moskau, Westerland und Major Tom funktionierten schon auf dem Parkett jedes JLVK, um die Athlet*innen aus verschiedenen Landesverbänden zueinander zu bringen – das klappte hier erst recht zwischen den Westfalen der verschiedenen Altersstufen.

Mit dem Organisieren der Location und der Einladung über etliche Kanäle, dem mit dem Wochenende auch noch verbundenen D-Kader-Lehrgang und der ganzen Party-Orga bis zum Aufräumen danach haben viele Hände für dieses wunderbare Erlebnis und die tollen Gespräche mit lang nicht mehr gesehenen Freund*innen angepackt. Danke allen dafür!
Am Sonntag dann als perfekt ergänzender Abschluss die Landesmeisterschaft Lang auf der Hohen Mark mit so vielen Teilnehmenden wie seit Jahren nicht mehr, ausgerichtet von der DJK Adler Bottrop. Ein spannender Wettkampf auch in den Klassen, wo sonst das Treppchen schon bei der Anmeldung vorbestimmt war. Manch einer mag genauso froh wie ich gewesen sein, dass OL trotz jahrelanger Pause immer noch tief verankert ist und die Freude beim Orientieren im Hochwald nur von den bald wieder folgenden Brombeeren getrübt wurde.
Bericht, Bilder, Ergebnisse etc. zu finden auf: https://www.ol-adler.de/
Ich bin mir sicher: Ich bin nicht der Einzige, der das Jubiläum wieder einmal näher an die OL-Familie gebracht hat.
Westfalen: Hauptsache rot-weiß!

Jubiläumspräsent: Ein Buff, designt mit den über die Jahre verschiedene Trikotdesigns, aber immer ein Westfalen! Was erneut symbolisiert, dass Westfalen auch altersübergreifend zusammenschweißt!
ein Artikel von Arvid Jasper
Ergänzung von Felix Späth
JJLVK 2025 in Brandenburg

Der diesjährige JLVK am Wochenende vom 20.09.2025 in Osterburg war wieder ein voller Erfolg mit viel Spaß und tollen Leistungen, auch wenn der Westfalenkader dieses Jahr mit einer ehr kleinen Teilnehmerzahl vertreten war. Die kleine Runde hat allerdings weder der tollen Stimmung im Kader noch dem Kampfgeist der Westfalen geschadet.
Nach einer teils sehr späten Anreise ging es am Samstagmorgen früh zum Frühstück, um dann Vorbereitungen für den Einzellauf zu treffen. Sachen packen, zur Zielwiese laufen, Gesichtsbemalung auftragen, umziehen, warm laufen und ab in den Wald.
In dem ehr flachen, doch teils sehr bewachsenen Gelände schaffte es Louan Plastre in der H12 auf den 15. Platz und in der D20 lief Lea Friedrich auf den 10. Platz. In der Gesamtwertung lag Westfalen nach Tag eins auf Platz 11 mit knappen Vorsprung vor Schleswig-Holstein.
Am Abend wurden gemeinsam mit den anderen Landesverbänden die Sieger gebührend geehrt. Begleitet wurde diese Siegerehrung mit einem sehr kreativen Motto Abend, bei dem wir dieses Jahr „40 Jahre Westfalenkader“ gefeiert haben und in rot-weiß mit Luftballons und lautem Jubel in die Halle getanzt sind. Auch hat das neu ins Leben gerufene „Hype Team“, mit Nilas und Karol als Moderatoren der Siegerehrung, für gute Stimmung gesorgt.
Am Sonntag stand dann die Staffel auf dem Plan. Mit etwas Bastelei und Verschiebungen konnten wir unsere Staffeln gut aufstellen. Auch wenn es unsere Staffeln „nur“ ins gute Mittelfeld geschafft haben, können wir mit Stolz berichten, dass kein einziger Fehlstempel gemacht wurde. Es wurde um jeden Punkt hart gekämpft und bejubelt.
Später bei der Siegerehrung wurden aus allen Landesverbänden die Läufer und Läuferinnen des Jahrgangs 2005 von ihrem letzten JLVK verabschiedet. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verließen Lea Friedrich, Natalia Guskova und Louisa Kollenbach nach vielen wunderbaren Jahren den Westfalenkader. Im nächsten Jahr wird jedoch weiter mitgefiebert und jeder Punkt und jede Platzierung der Westfalen Aktiven bejubelt.

Bericht: Louisa Kollenbach
